GZW 2 IMG 0060 800x600Cafe am Ufer

Berlin ist alles, nur nicht langweilig. Das gilt für die Kneipen genauso wie für die Clubszene, die beide ständig in Bewegung sind. Gemütliche Eckkneipen reihen sich an neue, schräge und hippe Bars, die manchmal innerhalb kürzester Zeit schon wieder verschwunden oder aber beim nächs­ten Besuch so in geworden sind, dass der Türsteher einen gar nicht mehr reinlassen will. Da tun Café- und Barbesitzer gut daran, sich durch das gewisse Etwas von der Konkurrenz abzuheben. Schon die Namen vieler Cafés sind so kreativ und schräg, dass man allein deshalb einen Blick riskiert. Wer möchte nicht wissen, worin „Die Legende von Paula und Ben“ besteht oder ob „Hüftengold“ wörtlich zu nehmen ist? Doch es gibt auch Locations, die über Jahre hinweg ein prägender Bestandteil der Szene bleiben, wie etwa die Paris Bar oder der weltbekannte Technoclub Tresor.


Der besondere Reiz des Berliner Nachtlebens liegt dabei in der Vielfalt, die Szene ist nicht auf einen bestimmten Bereich der Stadt begrenzt, meist bündeln sich mehrere Bars in bestimmten Kneipenvierteln oder, wie der Berliner sagt, in einem „Kiez“. Da die Hauptstädter oft nur in ihrem eigenen Kiez ausgehen, hat jeder seinen speziellen Reiz und sein ganz eigenes Publikum (siehe Kiez-Überblick rechts).
Die höchste Bar- und Clubdichte herrscht in den Stadtteilen Mitte, Charlottenburg, Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Friedrichshain. In Mitte und Charlottenburg, dem touristischen Zentrum der Stadt, gibt es überwiegend schicke Cocktail-Lounges und Bar-Res­taurants wie die legendäre „Harry’s New York Bar“ oder die „Newton Bar“ am Gendarmenmarkt. Touristen und Promis treffen sich gerne in den Hackeschen Höfen, in der Oranienburger Straße (Mitte) oder am Savigny-Platz in Charlottenburg.

Genau das Gegenteil findet man in Kreuzberg. Hier trifft sich ein junges, eher alternatives Publikum, das inzwischen auch gerne die Kiezgrenze überschreitet und die zahlreichen Kneipen und Bars im hip gewordenen Reuterkiez im Norden Neuköllns frequentiert. Garantiert für jeden etwas gibt es in der Gegend um die Simon-Dach-Straße im hippen Friedrichshain. Und last, but not least ist der Prenzlauer Berg zu erwähnen, der ein wahres Kneipen-Eldorado bietet, in dem sich all­abendlich ein ausgehfreudiges, bunt gemischtes Publikum einfindet. Am besten probiert man jede Gegend mal aus. Aber dabei nicht vergessen: Im Zweifelsfall immer dem Namen nach.