studenten gruppe Franz pfluegl dtNachdem man sich mit dem Umzug nach Berlin geografisch verändert hat, ist es nur noch ein kleiner Schritt, auch den geistigen Horizont zu erweitern. Internationalen Neuberlinern stehen dabei zahlreiche Sprachschulen zur Verfügung, die in erster Linie Deutsch als Fremdsprache lehren. Ist die Sprachhürde genommen, stehen auch den Newcomern unendlich viele andere Weiterbildungsmöglichkeiten offen: Die Bibliotheken, Hochschulen, Akademien und Fortbildungszentren bieten jede erdenkliche Möglichkeit, seine Kenntnisse zu erweitern.


Allein, um das an den Berliner Volkshochschulen vermittelte Wissen aufzunehmen, würde ein Menschenleben nicht ausreichen. Das Kursangebot der zwölf Volkshochschulen (eine in jedem Bezirk) mit insgesamt etwa 300 000 Teilnehmern jährlich reicht von verschiedensten Sprachen über Kreatives und Sportliches bis zu EDV- und Integrationskursen. Die meisten Kurse starten im Frühjahrssemester ab Januar/Februar oder im Herbstsemester ab September und laufen über mehrere Wochen.

Auch anspruchsvolle Abschlüsse auf dem zweiten Bildungsweg zu erlangen, ist in Berlin bei entsprechendem Engagement kein Problem: An Abendgymnasien und Tageskollegs kann man sein Abitur nachholen. An den renommierten privaten Hochschulen wie der EBC Hochschule oder der Hertie School of Governance, die international ausgerichtete Bachelor- und Master-Studiengänge anbieten, muss man sich seine guten Noten noch härter erarbeiten. In doppelter Hinsicht um gute Noten bemüht sind die Schüler der zahlreichen auf Musik oder Tanz spezialisierten Bildungseinrichtungen der Stadt. Wer zum Beispiel ein Profi der Popularmusik werden möchte, kann sein Talent in der Rock Pop Schule Berlin fördern lassen.

Ist der Grundstein mit einer solchen qualifizierten Ausbildung erst einmal gelegt, steht einer steilen Karriere nichts mehr im Weg. Um einen passenden Job zu finden, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Viele Weltkonzerne wie Pfizer, Coca-Cola, Sony, MTV oder Universal Music haben ihre Deutschland-Zentrale in Berlin. Größter Arbeitgeber der Hauptstadt ist die Deutsche Bahn mit über 17 500 Beschäftigten. Wachstumsimpulse erhält die Wirtschaft vor allem vom Dienstleistungssektor, aus den Technologie-orientierten Bereichen wie Kommunikations- und Informationstechnologie, Bio-, Medizin-, Verkehrs- und Umwelttechnik sowie aus der Medienwirtschaft. Zudem wird die Tourismusbranche immer mehr zu einer tragenden Säule des Berliner Arbeitsmarktes. Rund 255 000 Berliner beziehen ihr Einkommen aus dem Bereich Tourismus – Tendenz steigend.

Sollte es dennoch mit der Jobsuche nicht auf Anhieb klappen – leider kämpft die Stadt noch immer mit einer im bundesweiten Vergleich hohen Arbeitslosenquote von derzeit circa 13 Prozent – gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Unterstützung zu bekommen. Allein die Agentur für Arbeit kümmert sich in zwölf „JobCentern“ um die Arbeitsuchenden. Auch Zeitarbeitsfirmen können ein sehr gutes Karriere-Sprungbrett sein. Vermittlungsagenturen stellen dabei den Kontakt zu Unternehmen her, die vorübergehende Personalengpässe haben. So können Erfahrungen in verschiedenen Tätigkeitsbereichen gesammelt werden, die wiederum die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Läuft die Zeitarbeit gut, besteht die Chance, bald als fester Mitarbeiter für das Unternehmen zu arbeiten.