schule1Neue Lehrer, neue Klassen­kameraden, neue Freunde – ziehen die Eltern um, dann steht für die Kinder ein Schulwechsel auf dem Stundenplan.

Die Berliner Schullandschaft hat durch die Umsetzung der Schulreform einige weitreichende Veränderungen hinter sich: Die Hauptstadt reagierte auf den Pisa-Schock und schaffte im Rahmen der Schul­strukturreform die Hauptschule ab. Seither gibt es nach der 6-jährigen Grundschule nur noch zwei Schulformen in Berlin; das Gymnasium und die Inte­grierte Sekundarschule (ISS). Diese Berliner Schule bietet die Möglichkeit, alle üblichen Abschlüsse abzulegen:

Die Berliner Schullandschaft hat durch die Umsetzung der Schulreform einige weitreichende Veränderungen hinter sich: Die Hauptstadt reagierte auf den Pisa-Schock und schaffte im Rahmen der Schul­strukturreform die Hauptschule ab. Seither gibt es nach der 6-jährigen Grundschule nur noch zwei Schulformen in Berlin; das Gymnasium und die Inte­grierte Sekundarschule (ISS). 

Diese Berliner Schule bietet die Möglichkeit, alle üblichen Abschlüsse abzulegen: entweder nach zehn Jahren die Berufsbildungsreife, die erweiterte Berufsbildungsreife oder den Mittleren Schulabschluss oder aber das Abi­tur, das an dieser Schulform in der Regel nach 13 Jahren erworben wird. Ein Vorteil der Sekundarschule sind die kleinen Klassen mit maximal 25 Schülern, außerdem werden sie alle als Ganztagsschulen mit einem verlässlichen Betreuungsangebot bis mindestens 16.00 Uhr betrieben. 


Mit dem Dualen Lernen ermöglicht es die neue Schulform ihren Schülern, schon früh erste Schritte in die Arbeitswelt zu unternehmen. Wer das klassische Gymnasium besucht, erreicht das Abitur in nur zwölf Jahren und muss dafür allerdings fast jeden Tag sieben Schulstunden lang büffeln. Daher werden die Berliner Gymnasien auch mit Mensen ausgestattet, damit die Jugendlichen sich mit einem warmen Mittagessen stärken können. Jeder Bezirk verfügt dann zusätzlich über mindestens ein Gymnasium mit Ganztagsangeboten bis 16.00 Uhr. Da jüngere Kinder Fremdsprachen schneller lernen als ältere, wurde der Start der ersten Fremdsprache auf die dritte Klasse vorgezogen – zur Wahl steht Englisch und Französisch.

Bundesweit einzigartig sind Berlins Staatliche Europaschulen: Die mittlerweile 17 Grund­schulen und bald vierzehn weiterführenden Schul­standorte verfügen über Klassenzüge mit bilingualem Unterricht in verschiedenen Sprachen. Insgesamt werden in den Schulen der Hauptstadt übrigens 13 Sprachen unterrichtet: Neben dem obligatorischen Englisch und Französisch sind das Italienisch, Japanisch, Polnisch, Portu­giesisch, Russisch, Spanisch, Türkisch, Chinesisch sowie Neu- und Altgriechisch und Latein.

Ein weiterer großer Pluspunkt der Berliner Grundschulen – besonders für berufstätige Eltern – ist, dass sie ohne Ausnahme Ganztagsbetreuung offerieren. Ein Großteil der Schulen arbeitet als offene Ganztagsschule, 64 von ihnen sind sogar gebundene Ganztagsgrundschulen mit einem Gesamtkonzept aus Unterricht, Erziehung, ergänzender Förderung und Betreuung von 8.00 bis 16 Uhr. Ansprechpartner für Fragen in allen Angelegenheiten der allgemein bildenden Schulen sind die Schulräte bei den Schulämtern der jeweiligen Bezirke.

Vor der Einschulung machen die meisten Berliner Jungen und Mäd­chen ihre ersten Gruppenerfahrungen in Krippen und Kindertagesstätten. Schließlich haben seit dem 1. August 2013 alle Kinder von ihrem ersten Geburtstag an einen Rechtsanspruch auf Betreuung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. In Berlin müssen die Eltern zudem für die letzten drei Kindergartenjahre vor der Einschulung nichts mehr bezahlen außer dem Mittagessen für ihren Nachwuchs. Etwa 90 Prozent aller kleinen Hauptstädter besuchen nach Vollendung des dritten Lebensjahres einen Kindergarten.

Aber auch die Betreuungsquote von über 40 Prozent für Kinder unter drei Jahren in Krippen oder in der Tagespflege kann sich im Vergleich mit anderen Bundesländern sehen lassen. Da sich die Finanzierung eines Kita-Platzes aus öffentlichen Geldern und einem nach Einkommen gestaffelten Elternbeitrag zusammensetzt, wird in Berlin die Platzvergabe über ein Gutscheinverfahren abgewickelt. Der erste Schritt zu einem Kita-Platz ist dabei die Anmeldung beim Jugendamt im Wohnbezirk, das auch die Kita-Gutscheine ausstellt.

Seit kurzem ist auch eine Online-Anmeldung möglich. Der Gutschein kann bei jedem Träger, der an der Gutscheinfinanzierung teilnimmt, eingelöst werden. Die Anmeldung kann frühestens neun Monate bzw. sollte spätestens zwei Monate vor dem gewünschten Betreuungsbeginn beantragt werden. Von frisch Zugezogenen werden allerdings auch kurzfristigere Anmeldungen angenommen.

 

Schulaufsichtsbehörden


Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Mitte, Bernhard-Weiß-Str. 6, Tel. 902 27 50 50, www.berlin.de/sen/bjw

Charlottenburg-Wilmersdorf
Waldschulallee 29-31, Tel. 90 29-251 01­

Friedrichshain-Kreuzberg
Frankfurter Allee 35-37A, Tel. 902 98 36 20

Lichtenberg
Große-Leege-Str. 103, Tel. 902 96 38 62

Marzahn-Hellersdorf
Alice-Salomon-Platz 3, Tel. 902 93 29 51

Mitte
Karl-Marx-Allee 31, Tel. 901 82 60 55

Neukölln
Boddinstr. 34, Tel. 902 39 20 87

Pankow
Fröbelstr. 17, Tel. 902 95 50 37

Reinickendorf
Buddestr. 21, Tel. 902 94 47 18

Spandau
Streitstr. 6, Tel. 902 79 25 30

Steglitz-Zehlendorf
Hartmannsweilerweg 65, Tel. 902 99 61 31

Tempelhof-Schöneberg
Alarichstr. 12-17, Tel. 902 77 64 94

Treptow-Köpenick
Alt Köpenick 21, Tel. 902 97 32 56