roemer_250.jpgAlle Wege führen nach Frankfurt. Fast jeder, der viel unterwegs ist, war schon mal hier.
Zumindest am Flughafen, im Hauptbahnhof oder auf dem Autobahnkreuz. Denn die Stadt ist aufgrund ihrer zentralen Lage einer der wichtigsten Knotenpunkte Europas.
Ebenso günstig liegt Frankfurt auf regionaler Ebene als geographischer Mittelpunkt des Rhein-Main-Gebiets mit seinen fünf Millionen Einwohnern, von denen über 300 000 Menschen täglich aus dem Umland zur Arbeit in die Stadt pendeln.

Denn Frankfurt ist eine regelrechte Jobmaschine. Schon seit Jahrhunderten ist die Stadt, ebenfalls aufgrund ihrer zentralen Lage, wichtiger Messe- und Handelsplatz.
Heute ziehen jährlich rund 50 Messen, darunter zum Beispiel auch die berühmte Buchmesse, bis zu 2,5 Millionen Besucher an.

Aber vor allem der Handel mit Geld hat die Stadt „auch aus architektonischer Sicht” groß gemacht. Der Banken- und Finanzbranche hat Frankfurt seine in Deutschland und Europa einzigartige Skyline sowie skurrile Beinamen wie „Bankfurt” oder „Mainhattan” zu verdanken.
Über 300 Kreditinstitute haben sich hier angesiedelt, die Europäische Zentralbank und die Deutsche Bundesbank haben hier ihre Hauptsitze. Und die Frankfurter Wertpapierbörse ist die viertgrößte Börse der Welt.

Doch das alles ist, will man Frankfurt umfassend betrachten, nur die halbe Wahrheit: Abseits der Wolkenkratzer ist die Weltstadt plötzlich ein idyllisches Dorf und in vielen Stadtteilen mit ihren historischen Fachwerkhäusern und traditionellen Apfelweinlokalen geht es äußerst beschaulich zu.
Hier wird Hessisch statt Business-Englisch gesprochen, hier wird Apfelwein statt Cocktail getrunken und Schnitzel mit Grüner Soße statt Sushi gegessen.

Fernab der Broker- und Finanzwelt entspannen sich die Frankfurter in ihren Kleingärten oder am idyllischen Mainufer und fiebern am Wochenende vor dem Fernseher oder live im Stadion mit dem Fußballclub Eintracht Frankfurt mit.

Wegen dieser einzigartigen Kombination aus Weltstadt und Dorf, aus Leben auf der Überholspur und mittelalterlicher Romantik sowie aufgrund der für eine Metropole relativ geringen Einwohnerzahl von rund 660 000 Menschen sprechen die Frankfurter auch gerne von ihrer Stadt als „kleinste Metropole der Welt”.
Und gerade das macht die Einwohner dieser erfolgreichen Stadt besonders sympathisch: Sie haben sich ihren Humor bewahrt.