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Durch den Bau der neuen Wehrhahn-Linie, die ab 2014 unter der Innenstadt verläuft, werden die Straßenbahngleise auf dem Jan-Wellem-Platz überflüssig und die Stadt Düsseldorf erhält die einmalige Möglichkeit, das nördliche Ende der Königsallee mit dem Übergang zum Hofgarten neu zu gestalten und somit die historische Stadtstruktur wiederherzustellen.



Ausgangspunkt ist die Planung eines von Daniel Libeskind entworfenen Gebäudekomplexes namens Kö-Bogen auf dem Jan-Wellem-Platz mit Einzelhandels-, Büro- und Gastronomienutzung. Die Form der beiden 26 Meter hohen Bauwerke mit einer Fassade aus Naturstein und Glas soll nach Süden und Osten geschwungen sein.

Fertiggestellt wird dieses neue Highlight voraussichtlich im September 2013, gemeinsam mit dem Tunnel, der dann die Hofgartenstraße ersetzt. Das gleiche Schicksal ereilt 2012 den Tausendfüßler. Wo die Autohochstraße heute noch ihren Schatten wirft, führt dann eine breite Platanenallee vom Hofgarten bis zur Johanneskirche.

Der Abriss des denkmalgeschützten Tausendfüßlers, aber auch das gesamte Kö-Bogen-Projekt sind bei den Einwohnern umstritten, ein Bürgerbegehren scheiterte jedoch an zu geringer Wahlbeteiligung und der erste Spatenstich erfolgte planmäßig im August 2009. Wenn die Düsseldorfer dann ab 2015 ganz ohne Straßenverkehr durch den neu gestalteten Innenstadtbereich, am Kö-Bogen vorbei, direkt in den Hofgarten flanieren, sind sie vielleicht sogar froh darüber.