Dialek_rheinlaendisch© Andy Short - Fotolia.comDas Kölsche war im Gegensatz zu vielen anderen Deutschen Mundarten niemals vom Aussterben bedroht, denn die meisten Kölner beherrschen und schätzen ihren Stadtdialekt und sogar „Imis” (Zugezogene) versuchen, ihn sich anzueignen.
Kölsche Musiker wie die Karnevals-Band Höhner oder die Kölscher-Rocker von BAP sind deutschlandweit bekannt und die Kölner Volksbühne oder das Hänneschen Puppentheater bringen Stücke „op Kölsch” auf die Bühne.


Einige Merkmale seines Dialekts sind so prägend, dass der Kölner diese, auch wenn er versucht Hochdeutsch zu sprechen, kaum abzulegen vermag.

So spricht man das „g” stets wie „j”, der „ch”-Laut klingt wie „sch”, wodurch zum Beispiel „wichtig” zu „wischtisch” wird und anstatt „was” und „das” heißt es „wat” und „dat”. Zahlreiche Sondervokabeln wie Kess (Auto), Ping (Schmerz) oder brassele (arbeiten) machen das Erlernen des Dialekts nicht gerade einfacher.
Einen ersten Einblick gibt unsere kleine Sprachschule unten.

Hochdeutsch Kölsch
Guten Tag! Jode Dach!
Wie läuft´s bei Ihnen? Wat maat Ühr esu?
Ich bin ein Zugereister und du? Isch ben ne Imi un du?
Ich bin ein echter Kölner Isch ben ne kölsche Jung
Ist er nicht schön, unser kölscher Dialekt? Ess se nit schön, uns kölsche Sproch?
Im Kölschen gibt es kein G! Im Kölsche jit et kei G!
Alles Gute zum Geburtstag! Alles Jode zum Jebootsdag!
Das Wetter wird gut Dat Wedder wed jot
Er redet gern viel Dä ka´jooht der Muul schwahde
Streitet Euch nicht, schlagt Euch lieber Zänkt üch nit, schlot üch leever
Jeder Narr (Mensch) ist anders Jede Jeck is anders
Ich liebe Dich! Isch han disch jän!
Das geht vorbei Dat jeiht vorbei
Ist das hier schön! Es dat hee schön!
Man lebt nur einmal Mer läv nur eimol
Das glaub´ich nicht Dat jläuv isch nit
Kommst Du heute nicht, kommst Du morgen Küss de hück nit, küss de morje



Das Kölsche Grundgesetz
1. Sieh den Tatsachen ins Auge. Et es wie et es.
2. Habe keine Angst vor der Zukunft. Et kütt wie et kütt.
3. Lerne aus der Vergangenheit. Et hätt noch immer jot jejange.
4. Jammere den Dingen nicht nach. Wat fott es es fott.
5. Sei offen für Neuerungen. Nix bliev wie et wor.
6. Seid kritisch, wenn Neuerungen überhand nehmen. Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.
7. Füge dich in dein Schicksal. Wat wellste mache?
8. Achte auf deine Gesundheit. Mach et jot ävver nit ze off.
9. Stelle immer erst die Universalfrage. Wat soll dä Quatsch?
10. Komme dem Gebot der Gastfreundschaft nach. Drinkste ene met?
11. Bewahre dir eine gesunde Einstellung zum Humor. Do laachste dech kapott.