Wie so viele Entwicklungen im Ruhrgebiet hängen auch die sprachlichen Besonderheiten und die Entstehung des Ruhrdeutsch eng mit der zunehmenden Indus­trialisierung ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zusammen.

Die Zuwanderung polnischer Arbeiter sowie der massive Zustrom aus den vier damaligen Ostprovinzen des Deutschen Reiches Schlesien, Posen, Ostpreußen und Westpreußen trugen wesentlich zur Herausbildung eines neuen Sprachgemischs bei.

Aber auch die zuvor gesprochenen niederdeutschen Dialekte fanden ihren Eingang in den Ruhrdeutschen Dialekt, oder genauer gesagt Regiolekt, wie das Ruhrdeutsch sprachwissenschaftlich korrekt bezeichnet wird.

Besonders augenfällige sprachliche Phänomene des Dialekts sind etwa das typische „dat“ und „wat“ (statt „das“ und „was“), Verlaufsformen wie „am Essen“ und „am Laufen“ oder verkürzte Wörter wie „hasse“ und „bisse“ (statt „hast du“ und „bist du“).

Selbstverständlich gibt es auch Spezialwortschatz wie Malocher (hart arbeitender Mensch), Büdchen (Kiosk) oder Mantaplatte (Currywurst mit Pommes und Mayo).
In unserer kleinen Sprachschule finden Sie einige Ausdrücke und Wendungen, die dem Neu-Ruhri helfen, die Einheimischen zu verstehen.

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