Spätestens nachdem Essen stellvertretend für die 53 Städte des Regionalverbandes Ruhr (RVR) 2010 Europäische Kulturhauptstadt wurde, weiß auch der Rest der Republik, wie vielfältig die Kulturlandschaft im Ruhrgebiet ist.

Und dieser Titel verpflichtet natürlich: So wurden unter dem Motto „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“ zahlreiche kulturelle Projekte als Motor zur Städteentwicklung genutzt und der Wechsel der einst vom Kohlebergbau geprägten Region zur Kulturmetropole Ruhr weiter beschleunigt.

Im Rahmen dieses bereits seit Ende der 1950er Jahre stattfindenden Strukturwandels hat sich das Ruhrgebiet regelrecht neu erfunden.
Brachliegende Industriegebäude, allen voran die 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannte Zeche Zollverein, wurden zu Denkmälern, Museen, Freizeitparks und Kultureinrichtungen umfunktioniert.

Und einzigartige Lichtkunst lässt das Ruhrgebiet im wahrsten Sinne des Wortes neu erstrahlen, wie zum Beispiel im Landschaftspark Duisburg-Nord, wo die Illuminationen von Jonathan Park das alte Hüttenwerk in ein faszinierendes Meer aus Licht und Farben tauchen.

Die zahlreichen Industriedenkmäler und -museen wie das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum erkundet man am besten, indem man der rund 400 km langen Route der Industriekultur mit ihren 52 Hauptattraktionen folgt.
Darüber hinaus bietet der Pott viele spannende Heimat- und überregional bekannte Kunstmuseen wie das Museum Folkwang in Essen.