wohnung2Rund 90 Prozent der Berliner leben in einer Mietwohnung und müssen dafür insgesamt meist deutlich weniger tief in die Tasche greifen als die Bewohner anderer europäischer Metropolen. Allerdings ziehen die Mieten und Kaufpreise in begehrten Lagen wie Mitte, Prenzlauer Berg, Charlottenburg, Wilmersdorf oder auch Kreuzberg kräftig an.

Bestimmte noch vor wenigen Jahren die hohe Leerstandquote den Hauptstadtmietmarkt, muss man heute schon etwas mehr Zeit investieren, um in den guten Gegenden die passende Unterkunft zu finden. Schließlich ist auch der Neubau – wie fast in ganz Deutschland – wegen gestrichener staatlicher Subventionen deutlich zurückgegangen und zugleich steigt die Zahl der Singlehaushalte immer weiter an.

Von Wohnungsmangel wird in Berlin natürlich dennoch niemand sprechen, jedoch lag der durchschnittliche Mietpreis für beliebte Wohnlagen mit 7,20 Euro pro Quadratmeter laut IVD-Immobilienpreisservice 2010 um drei Prozent über dem Vorjahreswert.

Um die ideale Bleibe zu finden, nimmt man sich am besten eine zeitlich befristete Wohnung über eine Mitwohnzentrale und sucht dann in Ruhe weiter. Oder man bezieht in einem sogenannten Appartement-Hotel kurzfristig ein eigenes kleines Reich mit Küchen­ecke. Von hier aus hat man dann verschiedene Möglichkeiten, auf Wohnungssuche zu gehen: Tageszeitungen, Agenturen, Makler und Internetportale vermitteln zwischen Mietern und Vermietern.

Man kann sich aber auch direkt an einen Vermieter oder eine Hausverwaltung wenden. Oder man wird selbst Eigentümer, indem man einer Woh­nungs­bauge­nossenschaft beitritt. Mitglieder einer Genossenschaft haben ein Wohnrecht auf Lebenszeit.