Das Corona-Virus schlägt Wellen. Ähnlich wie die Reisebranche, trifft es auch alle Dienstleister der Umzugs- und Relocation-Branche.

Relocation-Agenturen – das Warten auf die Grenzöffnungen

Allen voran die Relocation-Agenturen, die überwiegend dafür sorgen, dass neue Mitarbeiter aus dem Ausland schnell ein neues Zuhause beispielsweise in München, Hamburg oder Berlin finden, die deutsche Sprache erlernen oder Hilfe bei der Suche nach der passenden Schule für ihre Kinder erhalten.

Relocater wie Sophie Rehberg von Professional Organizing Relocation Consult GmbH oder Elisabeth Sommer von Clapham GmbH & Elisabeth Sommer Relocation beziffern den Einbruch der Aufträge auf 75-90%.

Grund: Die Mitarbeiter dürfen nicht mehr ins Land reisen und anstehende Projekte werden von den Firmen ausgesetzt. Und selbst wenn Mitarbeiter einreisen dürfen, erhalten sie aktuell keine Arbeitsvisen, da die Botschaften und Konsulate geschlossen sind. Hier hilft auch kein Online-Dienst, denn ein persönliches Erscheinen ist zwingend erforderlich.

Da diese Ämter bereits vor der Corona-Krise überfordert waren, kann man sich vorstellen, wie es nach der Wiedereröffnung sein wird ...

Immerhin sind Online-Anmeldungen bei den ebenfalls geschlossenen Meldeämtern durchführbar, so dass innerdeutsche und europäische Umzüge möglich sind – in dringenden Fällen und wenn sie nicht aufschiebbar sind.

Ebenfalls Online werden bestehende Aufträge abgearbeitet. So erfolgt bei Elisabeth Sommer Relocation beispielsweise die Wohnungsvermittlung bei Interesse auch mittels virtueller Wohnungsbesichtigungen.

„Homeoffice auf Zeit“ statt „Wohnen auf Zeit”

Auch bei Mr. Lodge, der führenden Agentur für Wohnen auf Zeit in München, fällt auf, dass mehr Kunden die Möglichkeit der virtuellen Besichtigung nutzen oder sich gleich für eine Anmietung komplett ohne Besichtigung entscheiden.

Selbstverständlich sorgen auch bei den Wohnungsvermittlungsagenturen die Einreisebeschränkungen und das Verbot, eine Unterkunft zu touristischen Zwecken zur Verfügung zu stellen, für eine verringerte Nachfrage besonders beim internationalen Klientel. Mit circa 30 Prozent verzeichnet etwa Mr. Lodge einen noch relativ moderaten Rückgang (im Vergleich zu den Relocatern), da sich nun vermehrt Anfragen aus der Medizin- und Pflegebranche ergeben sowie von Personen, die sich bereits in München aufhalten und zum Beispiel vorher im Hotel gelebt haben oder die selbst als Expat gearbeitet haben und nun zurück nach München mussten.

Eine ähnlich bunte Mischung an Gästen findet sich in Appartement-Hotels wie den Living Hotels. Trotz Covid-19 sind je ein Haus der Kette in München, Berlin, Frankfurt, Nürnberg und Wien offen (und auch ganz gut belegt) für Businessgäste, die nicht in ihre Länder zurück können, für Homeoffice-Worker, die eine Auszeit von den eigenen vier Wänden brauchen, für Familien und Weltreisende, die nicht ausreisen dürfen bzw. erst gar nicht wegkommen oder für Wohnungssuchende und Studenten. 

Ebenso offeriert das Münchner Appartement-Hotel The Spot seine Studio Apartments als voll eingerichtete, private und sichere Home Offices. Bei all diesen Angeboten zum Wohnen auf Zeit hat eine sehr schnelle Internetanbindung für die Kunden hohe Priorität.

Langfristige Planungen schaffen Sicherheit bei der Wirtschaftsförderung.

Auch bei den Wirtschaftsförderungen hält sich der Einbruch in Grenzen. Da die Ansiedlung von Firmen aus dem Ausland eine langfristige Sache ist, wirkt sich ein temporärer Stopp nicht so stark aus, sondern sorgt nur für eine Verzögerung. Stattdessen strukturiert man hier kurzerhand um. Bei der Wirtschaftsförderung Berlin Partner wurde beispielsweise vorübergehend komplett auf die Unterstützung bei der Corona-Soforthilfe umgestellt. Allein 40 Mitarbeiter sind nun diesbezüglich in der Hotline tätig.

Kostenlose NEW IN THE CITY eBooks für zukünftige Expats.

Wir als Relocation-Magazin spüren die Wirkung ebenso deutlich.

Wenn keine Zugereisten – insbesondere aus dem Ausland – in die Städte ziehen, würde ein Magazin wie NEW IN THE CITY langfristig weniger Sinn machen. Doch sobald die Grenzen wieder offen sind, werden mit Sicherheit auch die Umzüge wieder zunehmen. Ein solcher Umzug aus dem Ausland nach Deutschland ist zudem keine spontane Sache, sondern wird vorher gründlich geplant.

Damit ALLE zukünftigen Neubürger, die ihren Umzug nur verschoben haben, sich bereits im Vorfeld ausgiebig über ihr neues Zuhause informieren können, stellen wir viele unserer Magazine nun kostenlos auf unserer Internetseite bereit.

https://www.newinthecity.de/de/kostenlose-ebook-zum-downloaden

Viel Spaß damit und hoffentlich auf bald in einer der NEW IN THE CITY-Städte!