Die eigenen Vier Wände

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Am Kaiserkai

In keiner anderen deutschen Stadt steigen die Mieten zur Zeit so stark wie in Hamburg. Wohnraum in der Hansestadt ist gefragt wie schon lange nicht mehr und das lässt natürlich auch die Mieten steigen.

Der zur Zeit gültige Mietenspiegel von 2011 verzeichnet mit einer Durchschnittsmiete von 7,15 Euro pro Quadratmeter eine Preissteigerung von 5,8 Prozent gegenüber der Ausgabe von 2009, für 2013 geht man sogar vom höchsten Mietspiegel aller Zeiten aus. Dabei klettern die Mieten in Hamburg nach wie vor schneller in die Höhe als die Lebenshaltungskosten. Eine überdurchschnittliche Steigerung verzeichnete man in voll ausgestatteten Altbauten sowie bei kleinen Wohnungen in guter Lage.

Der Bedarf an Wohnungen steigt zudem durch die Zunahme der Einpersonenhaushalte, deren Anteil bereits 50 Prozent aller Haushalte ausmacht. Hinzu kommt, dass die Einwohnerzahl der Stadt stetig zunimmt. Hamburg hat seit 1990 über 140 000 Einwohner gewonnen und Prognosen gehen von einem weiteren Wachstum aus.

Die Stadt hat sich darauf eingestellt und innerstädtische Bauflächen mobilisiert; viele interessante Gebiete gibt es zum Beispiel im Bereich des Hafens wie etwa die HafenCity; der sogenannte „Sprung über die Elbe“ erschließt weitere Wohnmöglichkeiten im Süden der Stadt. Trotzdem konnte der jährliche Bedarf an mehr als 6 000 neuen Wohnungen von der Stadt in den letzten Jahren nicht gedeckt werden – ein weiterer Grund für den Anstieg der Mietpreise.

Um als Neuhamburger die ideale Bleibe zu finden, mietet man am besten eine Übergangswohnung über eine Mitwohnzentrale und sucht dann in Ruhe weiter. Oder man bezieht in einem sogenannten Appartement-Hotel kurzfristig ein eigenes kleines Reich mit Küchen­ecke. Tageszeitungen, Agenturen, Makler und Internetportale vermitteln zwischen Mietern und Vermietern.

Man kann sich aber auch direkt an einen Vermieter oder eine Haus­verwaltung wenden. Hamburgs größter Vermieter, der Unternehmensverbund SAGA GWG, bewirtschaftet rund 130 000 Wohnungen im ganzen Stadtgebiet. Oder man tritt einer Wohnungsbaugenossenschaft bei und ist damit nicht mehr nur Mieter, sondern Gemeinschaftseigentümer der jeweiligen Genossenschaft mit Wohnrecht auf Lebenszeit.